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Reiseziel Siebenbürgen und Bukowina

Reiseziel Siebenbürgen/ Bukowina - Die Wehrkirche

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Wie aus der Zeit gefallen ...

Siebenbürgen ist benannt nach ihren früheren sieben Verwaltungsgebieten, in denen sich im 12. Jahrhundert die sogenannten Sachsen niedergelassen hatten. Sie waren Siedler vor allem aus dem Westen Europas, aus Köln, Trier, Lüttich... Angelockt wurden sie vom damaligen ungarischen König Géza; sie sollten die Wirtschaft beleben. Der Name ist eine Standesbezeichnung, keine ethnische Zuordnung. Als Minderheit waren sie Inhaber vieler Privilegien, etwa klassischer Adelsrechte.

Nach der Wende haben 95% der „Sachsen“ Rumänien verlassen...angelockt durch eine "Prämie" des damaligen Bundeskanzlers Kohl. Doch noch immer prägen die "Sachsen" kulturell das Bild der von ihnen gegründeten Städte. Wir besuchen Hermannstadt, Schäßburg und Kronstadt. Die Städte blieben weitgehend unzerstört während der Weltkriege und wurden liebevoll restauriert.

Die Wege zwischen den Städten und weiter zu den Moldauklöstern führen durch die Karpaten und die transsilvanischen Alpen. Wir erleben eine unterschiedliche aber meist naturbelassene Landschaft, kaum zersiedelt, mit Hügeln und Hochplateaus, mit sattem Grün und Blumenwiesen ...aber auch mit alpinen Gegenden und Wäldern – mit Wölfen und Bären...

Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten!

Die farbenfrohen, manchmal pittoresk anmutenden Straßendörfer, deren Häuser wie Perlen an einer Kette aufgereiht sind, wirken aufgeräumt, sauber und sind mit Blumen geschmückt. Sie werden heute, seit die meisten "Sachsen" ihre Häuser verlassen haben und nach Deutschland ausgewandert sind, zu einem großen Teil von Roma bewohnt. Manchmal fühlt man sich wie in eine Operettenaufführung versetzt, wenn Romafrauen sich - in farbigen, langen Röcken und mit großen Kreolen behängt - auf den Straßen zeigen, und junge braungebrannte Männer mit nacktem Oberkörper auf Pferdefuhrwerken sitzend an ihnen vorbeikutschieren ...

Es gibt wenig Landwirtschaft (dank einer verfehlten Landwirtschaftspolitik Ceausescus), nur ab und zu erblickt man eine große Schafherde oder ein Pferdefuhrwerk, beladen mit Heu oder anderen Gütern ...Man muss sich nicht wundern, dass Prinz Charles sich in dieser wunderschönen Umgebung ein Domizil für sich und seine Stiftung gesucht hat. Über seine Gründe erfahren wir dann in dem Ort Viscri Näheres, denn er setzt sich für ökologische Projekte ein, über die wir mehr wissen wollen.

In den Straßendörfern steht oft eine der schlichten protestantischen Kirchen - mitunter noch aus romanischer Zeit. In Siebenbürgen befinden sich insgesamt ca. 300 Kirchenburgen und einige spektakuläre Wehrkirchen (z.B. in Birthälm, Tartlau, Honigberg) - die die neuere Attraktivität Siebenbürgens mitbegründen. Es kommt vor, dass man sich wie ein/e Pionier/in fühlt, denn in der einen oder anderen Kirche werden jetzt erst faszinierende Fresken aus der Frührenaissance freigelegt.

In der Bukowina findet man eine einzigartige Landschaft, die zudem reich an Baudenkmälern ist. Die weltberühmten Moldauklöster mit ihren einmaligen Fresken und die auch außen bemalten Kirchen der Südbukowina, entstanden schon im 15. / 16. Jahrhundert, gehören seit 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe.
Die Südbukowina – das ehemalige Fürstentum Moldau – gehörte früher zu Ungarn und seit 1918 zu Rumänien. Hier lebt vor allem die ungarische Minderheit.

Unsere sozialpolitischen Themen:

Rumänien galt lange als "Armenhaus" Europas. Auch heute noch leidet Rumänien unter Korruption und einer inkonsistenten Politik. Die Städte Hermannstadt, Schäßburg und Kronstadt sind eine Ausnahme: Man findet die untrüglichen Spuren aus einer bereits wohlhabenden Vergangenheit. Und die Städte befinden sich unübersehbar im Aufwind - durch einen wachsenden Tourismus und westeuropäische Investitionen (insbes. Bau).

Uns stellt sich die Frage: Wieso hat Siebenbürgen wirtschaftlich eine Sonderrolle gespielt und wie entwickelt es sich heute.

Siebenbürgen war und ist ein multikulturelles Land. Wir fragen: Zwischen welchen Gruppierungen gibt es aus welchen Gründen, welche Art von Konflikten .Die größten Bevölkerungsgruppen sind Rumänen, Ungarn und die verbliebenen Sachsen. Daneben ist die wichtigste Gruppierung das Volk der Roma. Sie werden immer noch diskriminiert, obwohl sie wirtschaftlich und sozial-über alle möglichen sozialen Hierarchiestufen aufweisen und zum Teil integriert sind. Sie verfügen sogar über einen "König" in Siebenbürgen.

Da unser Reiseleiter über die Roma promoviert hat, nehmen wir die Gelegenheit wahr, uns mit dieser in Rumänien eine so große Rolle spielenden Ethnie auch besonders zu beschäftigen - durch persönliche Begegnungen und den Besuch von Projekten.
Schließlich werden wir fragen:
Wie ist die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage Rumäniens insgesamt einzuschätzen? Wie sehen die Rumänen die EU, elf Jahre nach ihrem Eintritt?

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Information

 

Reiseziel Siebenbürgen - Die Schafe

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Termine und Preise

REISETERMIN:
12. - 21. April 2019 (Osterferien)

TEILNAHMEPREIS:
ab  10   Personen pP im DZ 1 020.- EUR
bei 8-9  Personen pP im DZ 1 275.- EUR
EZ-Zuschlag:                        150.-  EUR

LEISTUNGEN::
1-2 Abende zur Information, zum Kennenlernen und zur Programmübersicht,Literaturvorschläge zur Vorbereitung
Infos und praktische Hinweise zur VorbereitungTransferkosten: Flughafen – Hotel und zurück (wenn ein Kernflug gemeinsam mit der Hauptgruppe genutzt wird)
11 Übernachtungen in Mittelklassehotels (Zimmer mit Dusche/ WC) mit Frühstück
8x Halbpension (ohne Getränke)
Rundreise zwischen den Reisezielen im komfortablen, klimatisierten Reisebus
Eintrittsgelder für alle ausgeschriebenen Programmziele
Weinverkostung
Kosten für 1 lizensierten deutschsprachigen rumänischen Reiseleiter und einheimische Beteiligte vor OrtKosten für Honorare und Spenden
Kosten für Vorbereitung, Organisation der Reise und für die Betreuung "vor Ort" durch eine alterslos-Reiseleiterin
1 Abend zur Nachbereitung

nicht im Preis enthalten:
Flugkosten
Versicherungsleistungen (Auslandskrankenversicherung, Reiserücktrittsversicherung usw.)
weitere Mahlzeiten und Getränke
Trinkgelder

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Programm

 

Reiseziel Siebenbürgen

Tag 1

Freitag, d. 12. April 2019

Hermannstadt, am Südrand der Karpaten war 2006 Kulturhauptstadt Europas. In der sympathische Studentenstadt mit ihrem typisch siebenbürgisch-sächsischem Baustil verschiedener Epochen können wir uns in Begegnungen mit Einheimischen Einblicke in die gesellschaftlichen Strukturen, die aktuellen Herausforderungen Siebenbürgens und die Situation der Siebenbürger Sächsinnen und Sachsen und der rumänischen Minderheit verschaffen.

Eine überraschende Besonderheit ist das Brukenthal-Museum mit erstaunlichen Werken– für Kunstliebhaber ein Genuss!

Ankunft: Hermanstadt (Sibiu) 11.20 Uhr

Fahrt zum Hotel

Begrüßung, Begrüßung. Überblick über das Programm

Geführter Stadtspaziergang (Lügenbrücke, Großer Ring, Kleiner Ring, Brukenthal-Palais, Stadtmauer, Evang. Stadtkirche, Röm.-Orthod. Kathedrale usw.)

Gespräch mit einem Mitglied des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien: Situation der Siebenbürger Sächsinnen und Sachsen in Hermannstadt (angefragt)

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Tag 2

Samstag, d. 13. April 2019

Vortrag und Visualisierungen im Landeskirchlichen Museum zur Kirchengeschichte (Siebenbürgen: Land der ca. 300 Kirchenburgen und zahlreicher Wehrkirchen)

Geführter Stadtrundgang in der Unterstadt

Informationen zu siebenbürgischer und rumänischen Literatur durch eine Literaturexpertin (Norman Manea, Mircea Dinescu, Herta Müller, Eginald Schlattner u.a. )
Gespräch mit dem König der Roma zur Sitaution der Roma in Siebenbürgen (angefragt)

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Tag 3

Montag, d. 15. April 2019

Fahrt nach Schäßburg über Bierthälm (Biertan)

Fahrt mit dem Reisebus von Hermannstadt auf einer kleinen landschaftlich sehr schönen Straße nach Biertan/Birthälm und weiter nach Schäßburg/Sighisoara.

Die Stadt Schäßburg– auch als "Perle" Siebenbürgens bezeichnet – ist schon von Weitem erkennbar mit ihrer mittelalterlichen Burganlage zwischen den sanften grünen Hügeln. Sie erscheint wie aus der Zeit gefallen.Sie bietet eine - etwas museal anmutende - pittoreske mittelalterliche Kulisse mit uralten Gemäuern, Wehrtürmen, einer Klosterkirche und dem Vlad-Dracul Haus. Die Legende besagt, dass hier der unheimliche Vlad III. Dracula geboren wurde. - Die Stadt fordert geradezu heraus, sich mit der Geschichte Siebenbürgens zu beschäftigen: Sie scheint wie aus der Zeit gefallen Kunde über längst vergangene Zeiten zu geben,.

Auf dem Weg nach Schäßburg:Besichtigung der beindruckenden Wehrkirche in Biertan (Weltkulturerbe)

Besuch einer Roma-Produktionsstätte (Herstellung von Kupferkesseln) Gespräch zur Vermarktung und in Schäßburg: Geführter Stadtrundgang (Burgplatz, Wehrtürme, Bergkirche, Klosterkirche, Vlad-Dracul-Haus)

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Tag 4

Dienstag, d. 16. April

Schässburg - Malancrav - Viscri - Schäßburg

Besuch eines Projekts in Malancrav: Sozialarbeit mit Roma-Kinder. Gespräch mit einem Pfarrer, der das Projekt initiiert hat und begleitet.
Fahrt nach Viscri ein Dorf, in dem Prinz Charles eine Stiftung hat, die inbesondere ökologische Ziele verfolgt. Erläuterungen zu seiner Tätigkeit.

Optional

Besuch der Kirchenburg (Weltkulturerbe)

Optional

Fahrt mit einem Pferde-Fuhrwerk zum traditionellen Eisenschmied und zum traditonellen Lehmziegel-Hersteller – zwei Gewerke aus der Vergangenheit, die eine neue Zukunft finden...(Dorfprojekte zur regionalen Wertschöpfung) Mitarbeiterin/ lokale Leiterin

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Tag 5

Mittwoch, d. 17. April 2019

Fahrt in die Süd- Bukowina – Moldauklöster

Die berühmten Moldauklöster sind rumänisch-orthodox; sie liegen in der südlichen Bukowina von Rumänien. Der Bau der Klöster wurde im 15. und 16. Jahrhundert im damaligen Fürstentum Moldau betrieben.

Die Moldauklöster Moldavita, Sucevita und Voronet gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

Auf dem Weg zu den Klöstern:

morgens

Busfahrt nach Vatra Modovitei

nachmittags

Besichtigung eines Hauses im traditionellen Bukowina-Stil. Erläuterung zum Leben in der Bukowina von der alten Bewohnerin
Freie Zeit zum Spazierengehen oder Wandern

abends

Informationen zur Südbukowina: Geschichte, geographische und sozialpolitische Lage, zur wirtschaftliche Situation (Wovon leben die Menschen in der Südbukowina?)

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Tag 6

Donnerstag, d. 18. April 2019

Fortsetzung der Besichtigung von Moldauklöstern

vormittags
Erkundungen zu den UNESCO-Weltkulturklöstern mit einmaligen Fresken: Kloster Moldovita: Ausführliche Erläuterungen durch eine Klosterschwester.

nachmittags

Weiterfahrt zum Kloster Sucevita und zur Kirche bei Arbore mit schöner Malerei (evt. Vornonet)
Weinverkostung in einem Weinanbaugebiet.

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Tag 7

Freitag, d. 19. April 2019

Moldovita - Bicaz Klamm – Brasov/Kronstadt

vormittags

Auf unserer Weiterfahrt erhalten wir faszinierende Eindrücke des Ceahlau-Gebirges (Ostkarpaten) mit der spektakulären Bicaz-Klamm.

Wir kommen in die von Ungarn bewohnten Gegend Siebenbürgens

Miercrea Ciuc: Gespräch mit einem Vertreter der ungarischen Minderheit.

Piatra Neamt: Gespräch mit Vertretern der jüdischen Gemeinde.

später Nachmittag:

Weiterfahrt nach Kronstadt/ Brasov.

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Tag 8

Samstag, d. 20 April 2019

Kronstadt/ Brasov

Kronstadt hieß von 1950 bis 1960 Orasul Stalin, also Stalin-Stadt' Im Süden und Osten ist die Stadt von den Karpaten umgeben- entsprechend schön ist ihre Lage. Die in der Umgebung lebenden Bären kommen gern mal bis an den Rand der Stadt, um die Mülltonnen nach Essbarem zu durchwühlen...

Auf dem Weg nach Kronstadt: Besuch des Königschlosses Peles in Sinaia (Das Schloss wurde zwischen 1873 und 1883 für König Carol I (preußischer Hohenzoller) von Rumänien erbaut. Erläuterungen zu den Hohenzollern-Königen in Rumänien.

Geführter Stadtrundgang in Brasov (.spätmittelalterliche Bauten, Besichtigung der 1477 gebauten evangelischen "Schwarze Kirche" mit einer berühmten Buchenholz-Orgel, Synagoge, Besuch des alten Rathauses mit dem schönen Rathausplatz usw.)

Besuch der ersten Rumänische Schule in Siebenbürgen – Erläuterungen zur Geschichte der Rumänen in Siebenbürgen

Gespräch mit einem Vertreter der Organisation: "November 1987" (1987 war der letzte letzte antikommunistischer Aufstand)

Gespräch mit einem Journalisten zur wirtschaftlichen Situation in Siebenbürgen (und Rumänien allgemein), zur Multikulturalität, und zum Verhältnis zur EU

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Tag 9

Sonntag, d. 21. April 2019

Abreisetag

Abfahrt nach Sibiu zum Heimflug oder mit Verlängerung in Sibiu
(unterwegs: "Dracula-Schlos")

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Reiseziel Siebenbürgen -

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Reisebegleitung

 

Dr. Serban Capatana rena

SERBAN CAPATANA

 

 

RENA KAHLE

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Serban Capatana Ist schon von klein auf an mit Reiseführung in Rumänien großgeworden; denn sein Vater war bereits 40 Jahre Reiseführer, als Serban damit anfing. Er hat die Reiseführung daher gleichsam als "Berufung" empfunden und ist weiterhin mit Leidenschaft dabei.Serban hat über ein Thema zu den Roma in Rumänien promoviert.

Rena Kahle hat u.a. Erwachsenenbildung studiert und arbeitet in unterschiedlichen päd., soz. und wiss. Kontexten und Netzwerken. Sie liebt die wunderschöne Landschaft in Siebenbürgen und die beruhigende Wirkung, die das "aus -der-Zeit-gefallen" bei ihr bewirkt..

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Galerie

 

Reiseziel Siebenbürgen - Sibiu2

Bilder der Reise

Nach Abschluss der Reise, werden Sie an dieser Stelle einige Bilder dieser Reise sehen können ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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