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Kurzreise: Halle an der Saale

Reiseziel Halle - Das Opernhaus

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Reiseziel: Halle ein Geheimtipp?!?

...mit Sonderausstellung zur Nebrascheibe!!!
„Die Himmelsscheibe ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts. Sie zeigt die weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene, die wir kennen....Es ist hier zum ersten Mal als zentrales mythisches Symbol in Europa überliefert. Die Himmelsscheibe gibt uns einen Einblick in das Wissen unserer Vorfahren über den Weltenlauf und seine religiöse Deutung vor 3600 Jahren.“  (zit. nach
Landesmuseums für Vorgeschichte

Halle ist im letzten Jahr in Schlagzeilen geraten, aus sehr unterschiedlichen Gründen – doch ohne erfreulichen Hintergrund: durch den Anschlag auf die Synagoge und durch die Corona-Pandemie – die dort ansässige Leopoldina untersuchte und begutachtete die Pandemie. Auch galt Halle lange Zeit als eine Stadt, die vor allem die Schattenseiten der Industrie zeigte.

Tatsächlich aber hat sich die Stadt in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem lebendigen Ort von Handel, Wissenschaft und Kultur (wieder)entwickelt.

Halle ist eine alte Stadt, die es früh zu Wohlstand brachte. Durch eine besondere geologische Lage verfügte die Stadt über Salzquellen, die bereits vorgeschichtlich genutzt wurden. Um 1120 brachte der steigende Salzhandel einen Reichtum mit sich, der einen starken Ausbau der Stadt ermöglichte. Ende des 13. Jahrhunderts wurde Halle als Mitglied der Hanse urkundlich erwähnt.

Halle ist die einzige deutsche Großstadt, die während des 2. Weltkrieges nicht zerstört wurde. Deshalb gilt die städtebaulich-denkmalpflegerische Substanz unter den Großstädten als außergewöhnlich.

Die Altstadt mit Gebäuden aus der Renaissance, dem Barock und der Gründerzeit wurde liebevoll restauriert. Abends wird es in den kleinen Gassen mit den zahlreichen Kneipen und Restaurants bunt und lebendig.(weg)
Halles Altstadt gilt heute – so die Zeitschrift Geo – als eine der 10 schönsten Altstädte Deutschlands. Die Stadt sei genauso schön oder sogar schöner als das Leipziger Pendant – so die Geo-Autorin. Wir haben mit unserer Reise die Gelegenheit, uns selbst ein Bild zu machen.

Hoch über der Stadt erhebt sich die Burg Giebichenstein: Seit über 100 Jahren werden hier Künstler und Designer ausgebildet. Die Kunsthochschule gilt als eine der besten Deutschlands. Und überhaupt...Halle ist Sitz einer der ältesten Universitäten Deutschlands, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (1694 gegründet), Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Kulturstiftung des Bundes, der Moritzburg mit der Kunstsammlung des Landes Sachsen-Anhalt usw.

Eine Besonderheit sind die im 17. Jahrhundert gegründeten Frankeschen Stiftungen, die in ihrer barocken Architektur eine Vielzahl kultureller, wissenschaftlicher, pädagogischer und sozialer Einrichtungen und Projekte beherbergen. Sie werden mit großem kulturellem und sozialem Engagement betrieben. 1698 wurden sie von dem Theologen und Pädagogen August Hermann Francke gegründet.

Besonders stolz sind die Hallenser auf Händel, den großen Sohn der Stadt. Ihm widmen sie einmal im Jahr die Händel-Festspiele, die weit über Sachsen-Anhalt hinaus bekannt sind.

 

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Information

Reiseziel Halle - Gedenkstein

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NÄCHSTER REISETERMIN: 26./27. März 2022

TEILNAHMEPREIS:

 

Leistungen:
1 Termin zum Kennenlernen, zur Programmübersicht, Individualisierungen
1 Termin zur „Nachlese“
Kleine Gruppe
1 Übernachtung in einer Pension mit Frühstück
Führungen durch lizensierte/n Reiseführer/in
Eintrittskosten für Veranstaltungen des Programms
Kosten für Lesung
Programmgestaltung und Organisation, alterslos-Reisebegleitung

 

Nicht enthalten sind:
Fahrtkosten
Verpflegungskosten außer Frühstück
Eintritt für optionale Programmpunkte
Trinkgelder

 

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Programm Beispiel

alters-los.de - Halle von oben 1

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Programmvorschlag Halle/ Saale Halle – ein Geheimtipp - Kultur und Natur (siehe auch den Text unten von Elke Bredereck zu „ihrer“ Stadt)
alters-los.de - Stadtgottesacker 2

Tag 1

Anreise mittags

nachmittags

Geführter Gang in die Stadt zum Markt – Besichtigung der Marktkirche von außen (je nach Baulage auch
von innen), Weitergang zum „Graseweghaus“ und Händelhaus zum Dom/ Domhof zur „Moritzburg“.
Besuch des Kunstmuseums Moritzburg. Erläuterungen zur Architektur.
Besichtigungen ausgewählter Ausstellungen.
Anschließend Spaziergang am Uniring entlang zum Uniplatz (einer der schönsten Uniplätz in Europa!)

abends

gemeinsames Abendessen
Lesung: Texte zur Stadt (Elke Bredereck)

Tag 2

vormittags

Fahrt zur Burg Giebichstein,
Besichtigung der Burg mit Blick in die Unterburg (Kunsthochschule)
Geführter Spaziergang unterhalb der Burg an der Saale entlang zum Eichendorff-Denkmal, zu
Reichhardts Garten - „Herberge der Romantik“ (wo Goethe, Novalis und Brentano waren)
Besuch des Landesmuseums für Ur- und Frühgeschichte mit Landesausstellung „Die Welt der
Himmelsscheibe von Nebra – neue Horizonte“

nachmittags

Gang zum historischen „Stadtgottesacker“. Nach dem Vorbild italienischer Campo-Santo-Anlagen mit
Schwibbogen-Arkaden umbaut. Ein besonders schön angelegter Friedhof aus dem 16. Jahrhundert, der
wie kein anderer Ort die städtische Geschichte widerspiegelt. Ruhestätte bekannter Persönlichkeiten
Geführter Besuch der Franckeschen Stiftungen (1698 durch August Hermann Francke gegründet. Heute
nicht nur eine international bekannte einzigartige „Schulstadt“ sondern auch ein außergewöhnliches
architektonisches Kulturdenkmal (zur Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes vorgeschlagen)

 

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Vollständiger Text von Elke Bredereck:

Halle a.d. Saale - ein Geheimtipp!?!

"Die Synagoge zu Halle hat eine neue Tür bekommen, die alte hatte auf wundersame Weise dem Anschlag im Oktober 2019 standgehalten, bei dem zwei Menschen getötet wurden.

Ich habe 1988 direkt gegenüber gewohnt, in einer Parterrewohnung am Rande des Paulus-Viertels. Aufgewachsen in Halle-Neustadt (einer für die Chemiearbeiter*innen von Leuna und Buna in den 60er Jahren erbauten Neubaustadt auf der anderen Saale-Seite) war die Altstadt Sehnsuchtsort für mich. Von der Synagoge wusste ich kaum etwas. Unvergessen sind die Abende bei Walter Martin Rehahn, Schülerpfarrer in der Marktgemeinde und die Demonstrationen im Herbst 1989 auf dem Marktplatz, wo es um Freiheit, Demokratie und eine bessere DDR ging. Am 10. Mai 1991 wurde Helmut Kohl mit Eiern beworfen, der Aufbruch hatte sich in Wut und Enttäuschung verwandelt.

Halle ist eine alte Stadt, die es aufgrund von Salzquellen früh zu Wohlstand brachte. Um 1120 brachte der steigende Salzhandel Reichtum mit sich, der einen starken Ausbau der Stadt ermöglichte. Ende des 13. Jahrhunderts wurde Halle als Mitglied der Hanse urkundlich erwähnt. Berühmte Namen sind auf dem Stadtgottesacker, einem einzigartigen Renaissance-Friedhof, zu finden: neben Georg-Friedrich Händels Eltern Johann Friedrich Reichhardt, Komponist und Salinendirektor, August-Herrmann Francke, Pädagoge, der 1695 eine Armenschule und später ein Waisenhaus (1698) errichtete. In die Franckeschen Stiftungen kam als Elfjährige 1949 auch die Dichterin und diesjährige Büchner-Preisträgern Elke Erb.„Die Stadt war immer schwarz...“ heißt es bei ihr. „Ein Stundenplan kommt selten allein. Von eins bis drei also wurde man montags rangenommen, hatte Kugeln zu stoßen, um starke Arme zu bekommen...Es roch im Saaletal überall gleich, mochte man laufen oder stehen, hoch oder weit springen, kommen oder gehen oder unpässlich sein.“

Halle ist die einzige deutsche Großstadt, die während des 2. Weltkrieges nicht zerstört wurde. Deshalb gilt die städtebaulich-denkmalpflegerische Substanz unter den Großstädten als außergewöhnlich. Bei einem Spaziergang an der Saale entlang fällt der Blick auf Villen, Felsformationen und schließlich, unterhalb der Giebichensteinbrücke, stehen Ochs und Pferd, 1925 vom Bildhauer Gerhard Marcks geschaffen. Er lehrte an der Halleschen Kunsthochschule, wurde jedoch 1933 entlassen, da er sich für jüdische Kollegen einsetzte. Über der Saale erhebt sich die Burg Giebichenstein: Seit mehr als 100 Jahren werden hier Künstler*innen und Designer ausgebildet. Die Kunsthochschule gilt als eine der besten Deutschlands.

Absolvent*innen der „Burg“ haben in den letzten Jahren zahlreiche kreative Läden in Halle für Schmuck, Keramik und Textilien eröffnet.

In den Achtziger Jahren hat Helga Paris hier fotografiert, ihr Buch „Diva in Grau“ durfte erst 1991 erscheinen. Im Vorwort von Helmut Brade heißt es: „Unsere Diva ist dick geworden. Grau ist sie gar nicht mehr. Sie ist raffiniert geschminkt und geliftet. Ihre Augen haben Bali und die Karibik gesehen, sie ist nach telefonischer Voranmeldung zu erreichen, sie spricht englisch, sie heizt umweltbewusst sparsam und hat ihre graue Vergangenheit fast schon vergessen.“

Die Altstadt mit Gebäuden aus Renaissance, Barock und Gründerzeit wurde liebevoll restauriert.
Halles Altstadt gilt heute – so die Zeitschrift Geo – als eine der 10 schönsten Altstädte Deutschlands. Die Stadt sei genauso schön oder sogar schöner als das Leipziger Pendant – so die Geo-Autorin. Wir haben mit unserer Reise die Gelegenheit, uns selbst ein Bild zu machen.

Halle ist Sitz einer der ältesten Universitäten Deutschlands, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (1694 gegründet), Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Kulturstiftung des Bundes, der Moritzburg mit der Kunstsammlung des Landes Sachsen-Anhalt usw.

Im Kunstmuseum Moritzburg befinden sich Feiningers expressionistische Stadtansichten aus den Jahren 1930/31. Eine Sonderausstellung zur Fotografie von Karl Lagerfeld ist noch bis Januar 2021 im Turmkabinett Albert Ebert zu sehen. Ebert ist für mich der interessantere Künstler, er arbeitete als Heizer in den frühen 50er Jahren an der Burg und gilt mit seinen naiven Bildern als „Rousseau von der Saale“.

Stolz sind die Hallenser auch auf ihren Bergzoo, die grüne Peißnitz-Insel und nicht zuletzt Händel, den großen Sohn der Stadt. Ihm sind einmal im Jahr die Händel-Festspiele gewidmet, die weit über Sachsen-Anhalt hinaus strahlen.

Elke Bredereck, die in ihrem Text aus dem folgenden Fotokatalog zitiert: Diva in Grau. Häuser und Gesichter in Halle. Fotografien von Helga Paris. Mitteldeutscher Verlag 1991

 

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Feedback

 

 

 

 

 

 

 

 

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Reisebegleitung

 

Elke Bredereck Walter Martin Rehan

ELKE BREDERECK

 

 

WALTER MARTIN REHAHN

 

Elke Bredereck ist in Halle geboren und aufgewachsen. Sie studierte Literaturwissenschaft und Russistik. Sie arbeitete als DAAD-Lektorin in Odessa/ Ukraine und Autorin (Publikation: „Menschen jüdischer Herkunft“). Seit 2007 arbeitet sie als Reiseleiterin (Schwerpunkte: Kaukasus, Ukraine, Russ. Föderation, Litauen und in ihrer Heimatstadt Halle a.d. Saale).

 

Walter Martin Rehahn, Theologe und Kunsthistoriker, Arbeitsbereiche: Kunst, Kultur, Politik, Archäologie, nebenberuflicher Reiseleiter seit vielen Jahren

 

 

 

 

 

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Galerie

Bilder von A. Hoch

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Demnächst werden Sie mehr Bilder dieser Reise sehen können ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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